Nach der Kälte nun die Wärme – alles blüht, doch wenig summt. Woran liegt das?

Unbenannt
Lausitzer Rundschau – online, 20.04.2018

Wenn man aktuell im Internet nach Antworten sucht, findet man nur eine einzige Meldung, aus der Lausitz. Klingt plausibel, was die aus Cottbus schreiben: es war erst zu kalt, die Arbeitsbienen daher noch nicht so weit entwickelt. Dann war es gleich zu heiß, die Blüte kam nun vor der Schlupfzeit der Jungbienen. Außerdem mögen die Bienen eine solche Mittagshitze nicht unbedingt. Und dann natürlich grundsätzlich das Insektensterben, das mit zu der gespenstigen Ruhe führt.

Und wer meinte, die Kälte im März hätte jetzt mal wieder den Klimawandel widerlegt, dem sei gesagt, dass es in Europa zwar tatsächlich im langjährigen Vergleich zu kalt war, weltweit aber trotzdem zu warm.

Um die Frühjahrslaune noch etwas mehr zu trüben: ich entsinne mich, wie ein guter Freund, seines Zeichens langjähriger Bund-Naturschutz-Aktiver, selbst pflanzend und säend, einmal meinte, dass das Artensterben uns noch vor viel größere Probleme stellen würde als der Klimawandel. Gerade gestern hat das nun auch die SZ bestätigt.

SZ-Artensterben-21-04-18
Süddeutsche Zeitung, 21.04.2018

Ein Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ ist daher zum Glück am Start. Die ödp wird dies in Bayern auf den Weg bringen. Ob das aber die Lobby der industriellen Landwirtschaft brechen wird, die wohl den wesentlichen Anteil am Insektensterben hat? Hoffentlich! Wer sich darüber noch informieren will, sei auf einen Vortrag von Dr. A. Segerer von der Staatlichen Zoologischen Sammlung München verwiesen, auch ganz aktuell vom April. Kann mit Klick auf diesen Link angesehen werden.

Volle Blüte – keine Bestäuber – gravierender als der Klimawandel!

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