Recht auf analoge Kindheit

Digitalisierung ist ja gegenwärtig ein Allheilmittel. Telefone werden auf "Voice over IP" umgestellt, zunehmend wird im Supermarkt mit Smartphones gezahlt, die Landwirtschaft soll mit Digitalisierung auch viel besser werden, und Arztpraxen werden gezwungenermaßen über das Internet vernetzt - was zwar niemanden gesünder, aber viele IT-Firmen reicher macht.

Und natürlich die Schulen! Mit Smartphones und Tablets wäre Bildung doch wirklich chic und smart. Aber wissen wir überhaupt, was wir unseren Kindern mit diesem Groß-Experiment antun? Allenfalls ab der 8. Klasse, und hier wohldosiert, kann man die schönen Teile vielleicht einsetzen, wenn es denn sein muss.

Warum diese Bedenken, und warum ist die ÖDP so skeptisch? Lesen Sie das gerne in einem von mir für die bayerischen ÖDP-Kandidaten erstellten Text nach, und lesen Sie unbedingt auch die Beiträge hinter den Links!

 

Volksbegehren "Rettet die Bienen" - und Kandidatur

Bericht in der "Hallo" München-Ost zur Veranstaltung am 9.7.18 im Truderinger Kulturzentrum, zu lesen hier!

 

Veranstaltung zum Volksbegehren "Rettet die Bienen" - 9.7.18 im Kulturzentrum München-Trudering

Gott sei Dank, die Obstbäume entwickeln sich gut, auch wenn auffällig wenig vor einigen Wochen gesummt hat, als alles - viel zu früh - auf einmal blühte. Trotzdem: das Insektensterben ist leider real. 73% weniger Schmetterlinge, 54% bedrohte Bienenarten, dazu 66% weniger Vögel in Deutschland seit 1965.

Derzeit läuft daher ein Volksbegehren in Bayern "Rettet die Bienen", über das Andreas Meißner, ödp-Landtagskandidat unnd Mitglied von Trudering im Wandel, am Montag, den 9.7.18, um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Trudering informiert. Gezeigt werden auch Ausschnitte aus einem kürzlich gehaltenen Vortrag von Dr. Andreas Segerer, Zoologische Staatssammlung, zum "Stillen Insektensterben".
Ziel des Volksbegehrens sind Änderungen im bayerischen Naturgesetz, damit u. a. ein Biotop-Verbund geschaffen wird, es mehr Blühwiesen gibt, weniger Pestizide eingesetzt werden und der Öko-Landbau gefördert wird. Natürlich muss auch in Berlin und Brüssel zu dem Thema noch viel passieren - aber warum nicht vor Ort schon anfangen?
An dem Abend kann auch direkt unterschrieben werden, Listen liegen aus. Infos auch unter www.volksbegehren-artenvielfalt.de.

Warum ist ein Psychiater denn verrückt und geht jetzt in die Politik...?

Gründe anzeigen
  • weil: Insektensterben und Klimawandel eine existenzielle Bedrohung sind, auch wenn wir das noch nicht direkt spüren!
  • weil: wir weiter Natur brauchen, physisch und psychisch!
  • weil: Mensch und Erde unter einem Burnout leiden!
  • weil: man nicht immer nur über Politiker schimpfen kann, sondern auch mal selber was tun muss!
  • weil: Einzelne zwar viel tun können, Politik aber letztlich die Regeln setzen muss!
  • weil: wer wirklich Grün will, ökologisch wählen muss!
  • weil: die ödp keine Firmenspenden annimmt!
  • weil: die ödp nicht auf Wachstum und Wettbewerb setzt!
  • weil: die ödp keine Allheilserwartung an die Digitalisierung hat, sondern auch Risiken beachtet.
  • weil: Stress, Beschleunigung und psychische Probleme zunehmen, und das für oft unsinnige und umweltschädliche Arbeitsplätze!
  • weil: Sie sich selbst eine Meinung bilden sollen und können, z. B. hier!

Die Ursprünge des Engagements

Schon 1986 – während des Medizinstudiums – wurde deutlich, dass unsere Lebensstile die Umwelt ruinieren, und damit unsere natürlichen Lebensgrundlagen. Der GAU von Tschernobyl sowie die unselige Planung einer Wiederaufbereitungsanlage in der Oberpfalz (WAA) sind hier zu erwähnen. Oft genug stand ich am Bauzaun in Wackersdorf ohnmächtig der Staatsmacht gegenüber.

„Die Grenzen des Wachstums“, der Bericht an den Club of Rome 1972 über den Zustand der Ressourcen und Senken hat dann nach Lesen der Auflage von 2004 den Impuls, aktiv zu werden, erneuert. Der Einzelne hierzulande muss etwas ändern, seinen Lebensstil ändern, dies wurde über Jahre mein Anliegen, zunächst vor allem persönlich.

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ödp München

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Plastikmüll am Strand

Heute üblicher Plastikmüll am Strand - oft auf den ersten Blick kaum auffallend.

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Absurde Skipiste am bayerischen Spitzingsee.